Wer heute ins All fliegen will, gleicht einem Höhlenmenschen, der versucht, durch das Werfen von Steinen vorwärtszukommen. Jede moderne Rakete basiert auf dem Newtonschen Rückstoßprinzip: Um Masse nach vorne zu bewegen, muss man Masse (Treibstoff) nach hinten ausstoßen. Das Problem daran ist teuflisch: Je weiter wir fliegen wollen, desto mehr Treibstoff brauchen wir. Dieser macht die Rakete schwerer, weshalb wir noch mehr Treibstoff brauchen. Es ist eine technologische Sackgasse, die uns im eigenen Sonnensystem gefangen hält.
Doch das neue DTIM-ZEC-Weltmodell (Discrete Topological Information Matrix) stellt diese primitive Art der Fortbewegung komplett auf den Kopf. In diesem Modell betrachten Physiker den Raum nicht mehr als eine leere, leere Box. Vielmehr ist der Weltraum ein dichtes Netz aus "Datenpunkten" – eine Matrix. Wenn man von A nach B fliegen will, muss man nicht zwangsläufig das Raumschiff beschleunigen. Man kann auch einfach das Netz verändern.
Der Matrix-Shortcut
In der Sprache der Quantengravitation nennt man das "Falten" des Papiers eine Manipulation der Adjazenzmatrix. Das bedeutet: Man ändert die Regeln, welche Orte im Raum direkte Nachbarn sind. Durch diesen Eingriff schrumpft eine gigantische Distanz plötzlich auf die sogenannte Planck-Länge zusammen – die kleinstmögliche messbare Entfernung im Universum.
Um dieses Science-Fiction-artige Kunststück technisch umzusetzen, arbeiten Theoretiker an einem spektakulären, dreistufigen Raumschiff-Antrieb, der eher an Magie als an eine Maschine erinnert:
1 Der magische Eis-Ring (Supraleiter)
Das Herz des Raumschiffs ist keine Brennkammer, sondern ein gigantischer, extrem tiefgekühlter Ring aus einem Hochtemperatursupraleiter (YBCO). Wenn Strom widerstandslos durch diesen Ring fließt, entsteht ein Quantenphänomen, das das Schiff wie eine unsichtbare Blase umhüllt. Diese Blase isoliert das Raumschiff vom restlichen Universum. Für das Raumgewebe da draußen existiert das Schiff plötzlich nicht mehr.
2 Der Raum-Verschieber (Navigation)
Jetzt kommt die Navigation ins Spiel: Ein sogenannter Mikrowellen-Modulator (ein Phased-Array) feuert gezielte Signale nach draußen. Er verdichtet das Raumgitter vor dem Schiff und dünnt es hinter dem Schiff aus. Die Natur hasst dieses Ungleichgewicht und will es sofort reparieren. Durch dieses Zurückschnappen der Matrix "rutscht" die Raumschiff-Blase unaufhaltsam nach vorne. Das Schiff fliegt nicht – der Raum unter ihm bewegt sich.
3 Vollgas ohne Ruckeln (Keine G-Kräfte)
Das absolut Verrückteste an diesem Antrieb: Es gibt keine Trägheit mehr! Wenn ein heutiger Kampfjet beschleunigt, werden die Piloten gnadenlos in die Sitze gepresst. Bei unserem Fold Drive verharrt das Schiff innerhalb seiner Quantenblase in völligem Stillstand. Nur das Universum draußen zieht vorbei. Das Raumschiff könnte in einer Millisekunde auf unfassbare Geschwindigkeiten beschleunigen und sofort wieder stoppen. Die Astronauten an Bord würden nicht den leisesten Ruck spüren, ihr Kaffee auf dem Tisch würde sich keinen Millimeter bewegen.
Das Ende der Explosionen
Noch klingen diese Konzepte nach den feuchten Träumen von Hollywood-Regisseuren, doch die Mathematik dahinter (die DTIM-Gleichungen) ist verblüffend schlüssig. Wenn wir es schaffen, das Laborwissen der Supraleiter in gigantische Raumschiff-Hüllen zu übertragen, bricht ein neues Zeitalter an.
Wir werden aufhören, den Weltraum mit gewaltigen Explosionen zu bekämpfen. Stattdessen lernen wir, auf den Wellen der Raumzeit zu surfen und den Kosmos wie einen Ozean zu befahren, indem wir den Raum einfach neu falten. Die Sterne warten.